Kräutermix
Nachtschatten, Schwarzer
Solanum nigrum
Familie:
Nachtschattengewächse
Blütezeit(en):
Juni - Oktober
Beschreibung:
Der Schwarze Nachtschatten ist eine einjährige, bis zu 60 cm hoch wachsende Staudenpflanze. Der Stängel ist rundlich und stark verzweigt. Die Blätter sind eiförmig bis dreieckig und meist stark gebuchtet. Die Blüten ähneln sehr der Kartoffelblüte. Die Kronblätter sind weiß, die Staubblätter sind gelb und ragen wie eine Säule heraus. Aus ihnen entwickeln sich im Spätsommer die anfangs grünen, später schwarzen, selten gelblichen Früchte.
Vorkommen:
weltweit
Standort:
stickstoffreiche Böden, Wegränder, Ackerraine, Schuttplätze, Zäune, Hecken
Verwendung:
Die Pflanze wird ausschließlich in der Homöopathie verwendet. Anwendungsgebiete sind hier bei Schwindel, Kopfschmerzen oder Krämpfen. Schul- und Volksmedizin distanzieren sich von dieser Pflanze.
Früchte können im vollreifen Zustand verzehrt werden. Sie sind dann säuerlich scharf. Doch sollte jeder gewarnt sein, dass die Früchte erst in diesem Zustand alkaloidfrei sind. Vergiftungserscheinungen können trotzdem besonders bei Kindern auftreten.
Verwendete
Teile:
junge Triebe, reife Beeren
Küche & Outdoor:
Triebe zu Salat oder allerlei Gemüsegerichte; WICHTIG! Nur reife Früchte für Marmelade, Obsttorte, Kompott
Anwendung:
Homöopathikum, Gemüse, Obst, Marmelade
Sammelzeit:
April - Juni;
August - Oktober
Inhaltsstoffe:
Steroidalkaloidglycoside (Solasolin, Solamargin), Saponine
Wirkung:
Übelkeit, Erbrechen
Erste Hilfe:
primäre Giftentfernung, überwachen
Geschichte /
Anmerkung:
Vor allem die artenreichen, alkaloidarmen Formen dieser Art zeugen vom früheren Gebrauch dieser Pflanze als Obst oder Gemüse.
Verwechslung:
Gelber Nachtschatten (Solanum luteum), Geflügelter Nachtschatten (Solanum alatum)
Nachtschatten, Schwarzer
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