Kräutermix
Pestwurz, Weiße
Pestasites albus
Familie:
Korbblütengewächse
Blütezeit(en):
März - Mai
Beschreibung:
Die Weiße Pestwurz ist eine Staudenpflanze mit kräftig, verzweigtem Wurzelstock. Sie kann bis zu 1 m hoch werden. Die Blätter, bis zu 1 m im Durchmesser, sind herzförmig, gezähnt, lang gestielt, unterseits grau wollig und wachsen grundständig. Sie erscheinen erst nach der Blüte. Die Blütenstände bilden anfangs bis zu 30 cm hohe Blütensprosse mit trübweißen Zungen- und Röhrenblüten. Später wachsen diese dann in die Höhe. Sie sind rötlich, hohl und wollhaarig. Es werden männliche und weibliche Blütenstände gebildet.
Vorkommen:
Europa
Standort:
nasse Flächen, Wiesen, Gräben Bachufer, Auenwälder, hauptsächlich im Gebirge bis 1500 m
Verwendung:
Die Pestwurz gehört zu den uralten Heilpflanzen. Früher wurde sie in der Medizin bei Insuffizienz der Verdauungsorgane eingesetzt. Man sollte heute aber auf andere alternativen Mitteln zurück greifen, da sich in ihr das leberschädigende Pyrrolizidin-Alkaloid befindet. In der Homöopathie wird sie noch genutzt.
Als Gemüse abgekocht kann die Pestwurz zu sich genommen werden.
Verwendete
Teile:
Blätter
Küche & Outdoor:
nur junge Blätter zu Gemüse; verbrannte Blätter als Gewürzsalz
Anwendung:
Tee, Gemüse, Gewürz
Sammelzeit:
Mai - August
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Alkaloid (Pyrrolizidin), Bitterstoffe, Schleim, Ätherisches Öl
Geschichte /
Anmerkung:
Im Mittelalter glaubte man, mit den stark duftenden Blütenständen die Pest vertreiben zu können.
Verwechslung:
--> Huflattich, Gewöhnliche Pestwurz, Alpen-Pestwurz
Pestwurz, Weiße
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