Kräutermix
Bärlauch
Allium ursinum
Familie:
Liliengewächse
Volksname(n):
Bärenlauch, Hexenzwiebel, Judenzwiebel, Waldknoblauch, Wilder Knoblauch
Blütezeit(en):
Mai - Juni
Beschreibung:
Wenn die Sonne den letzten Schnee verjagt hat, ist er da - der Bärlauch. Aus einer länglichen Zwiebel drängen sich lanzettenähnliche Blätter bis zu 25 cm aus der Erde. Die Blätter sind deutlich gestielt. Die Blüten sind weiß und sternförmig in kugeligen Scheindolden angeordnet, die keine neuen Brutzwiebeln hervorbringen, wie man es vom Knoblauch her kennt. Die Pflanze riecht beim Zerreiben der Blätter stark lauchartig. Das ist auch sein einzigartiges Erkennungsmerkmal. ACHTUNG! Jedes Jahr wird der Bärlauch durch Sammler mit der Herbstzeitlose oder dem Maiglöckchen verwechselt.
Vorkommen:
Europa
Standort:
lichte humusreiche Laub- oder Mischwälder, in Mulden, Talgründen, feuchter Lehm- oder Tonboden
Verwendung:
Wer kennt sie nicht, wenigstens vom Hören, die Bärlauchkuren, wie sie kommerziell durchgeführt werden. So ist die Heilkraft des Wilden Knoblauchs unumstritten. Die Wirkung ist wie beim Knoblauch. Gut geeignet ist es als Schutz vor Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Weitere Anwendung findet es bei Appetitlosigkeit, Magen- und Darmbeschwerden und Schwächezustände. Die Volksmedizin behauptet, dass Bärlauch in der Wirkung dem Knoblauch weit überlegen sei, da dieser durch die Kultivierung seine Kraft verloren habe.
Verwendete
Teile:
frisches Kraut, Blätter, Zwiebeln, Blüten, Früchte
Küche & Outdoor:
ab März Blätter als Pesto, für Kräuterquark, Suppen, Frischkäse, Brotbelag, Kräuterbutter, Gewürz, Gemüsegerichte; Zwiebeln ab Juni eingelegt in Würzmarinaden, als Brotbelag, Suppen, Kräuterbutter u.v.m.
Anwendung:
Salat, Gewürz, Suppengemüse, Kräuterbutter, Quarkspeisen, Pesto
Sammelzeit:
April - Mai
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Vitamin C, Flavonoide, Fructosane
Geschichte /
Anmerkung:
Bärlauch gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Volksmedizin. Schon die Kelten und Germanen kultivierten die Pflanze in "Lauchgärten". In der Volksmythologiesammlung wird der Bärlauch hoch gelobt und gilt dort als eine der ersten Pflanzen seit der Welterschaffung. Die Römer verwendeten das Kraut als magen- und blutreinigendes Mittel. "Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch. ..." schrieb Pfarrer Künzl einige Jahrhunderte später.
Bärlauch
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